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Dokumententyp: Beispielprogramm
Von NI unterstützt: Ja
Veröffentlichungsdatum: 29.01.2007


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Fünf Dinge, die Sie über Microsoft Windows Vista wissen sollten

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Übersicht

Microsoft Windows Vista (während der Entwicklungsphase unter dem Codenamen Longhorn bekannt) ist die neueste Version des Windows-Betriebssystems von Microsoft und soll Anfang 2007 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Windows Vista enthält hunderte von Neuerungen, darunter zahlreiche durchaus bemerkenswerte Veränderungen und Verbesserungen, wie etwa eindrucksvolle visuelle Effekte, optimierte Suchfunktionen, erhöhte Sicherheit sowie die Möglichkeit zur 64-bit-Unterstützung. Dieser Artikel hebt die wichtigsten Aspekte hervor, die bei der Umstellung auf das neue Betriebssystem zu beachten sind.

1. Erhöhte Sicherheit

Eines der erklärten Ziele von Windows Vista ist die Verbesserung der Sicherheit des Betriebssystems Windows. Zu diesem Zweck verfügt Windows Vista über ein neues Sicherheitsmodell, genannt User Account Control (UAC), das im Vergleich zum traditionellen Windows-Modell mit Benutzerrechten eine bedeutende Veränderung darstellt. Das neue Modell soll für den Windows-Nutzer die Bedrohung durch Malware, deren Verbreitung in den letzten paar Jahren gigantische Ausmaße angenommen hat, verringern, bzw. ganz ausschalten. Trotz Virenschutzprogrammen, Firewalls und Software gegen Spyware kann selbst ein vorsichtiger Nutzer durch Malware geschädigt werden. Infizierte Downloads oder Anhänge an E-Mails können einen Computer unbrauchbar machen und dazu führen, dass ein System in stundenlanger Arbeit wiederhergestellt werden muss.

Mit UAC führen alle Vista-Nutzer, auch diejenigen mit administrativen Rechten, gängige Aufgaben ohne diese Rechte, also als Standardbenutzer, durch. Als solcher mit dem Betriebssystem zu interagieren war mit bisherigen Versionen von Windows fast unmöglich, denn bei Standardbenutzerkonten waren die Rechte oft so eingeschränkt, dass auf einen Großteil der Anwendungssoftware nicht zugegriffen werden konnte. Deshalb arbeiten die meisten Nutzer von Windows heute bei der Implementierung zahlreicher Operationen, so z. B. der Software- und Druckerinstallation, der Änderung von Stromeinstellungen oder sogar der Anpassung der Zeitzone, heute als Administratoren mit dem System, denn alle diese Vorgänge erfordern administrative Rechte. Einige Anwendungen sind mit einem Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten überhaupt nicht möglich, da sie mit der Erwartung entwickelt wurden, dass der Anwender auf geschützte Verzeichnisse und Registrierungsschlüssel zugreifen kann.

In Vista können nur Anwender mit administrativen Rechten sicherheitskritische Operationen wie etwa Softwareinstallationen durchführen. Wenn ein Vorgang gestartet wird, der solche Rechte voraussetzt, muss dieser erst bestätigt werden (oder es wird das Passwort des Administrators verlangt). Gleichzeitig ändert UAC auch die Rechte, die für viele gängige Aufgaben, z. B. das Anpassen der Zeitzone, Stromeinstellungen und die Installation genehmigter Geräte, benötigt werden, so dass auch Nutzer ohne administrative Rechte diese durchführen können.

Während die neuen Sicherheitseinstellungen in Windows Vista bei der Bekämpfung von Viren und anderer unerwünschter Software helfen, wird auch vom typischen Anwender, der bisher die volle Kontrolle über seinen PC gewohnt war, erwartet, sich auf Neuerungen einzustellen. In Zukunft werden alle Windows-Nutzer die Berechtigung des Administrators brauchen, um Software auf einem PC zu installieren, der mit Windows Vista betrieben wird.

2. Verbesserte Suchmöglichkeiten

Die Suche nach Informationen gestaltete sich mit bisherigen Windows-Versionen oftmals schwierig und umständlich. Die neue Sofortsuche in Windows Vista bietet bessere Suchfunktionen, die denen von separaten Werkzeugen wie der Windows-Desktopsuche ähneln. Dateien werden basierend auf Metadaten indiziert und Suchergebnisse können dynamisch generiert werden, während der Anwender die Suchparameter um neue Suchbegriffe ergänzt. Um die Suche zu erleichtern, hat Microsoft Suchfelder ins Startmenü, den Windows Explorer und einige weitere in Vista enthaltene Anwendungen integriert.

Die Suchinformation kann auch gespeichert werden, um dann zu einem späteren Zeitpunkt eine Schnellsuche auszuführen. Dabei werden virtuelle Ordner angelegt, die verwandte Dokumente enthalten. Standardmäßig indiziert die Sofortsuche nur ein paar neue Ordner, etwa das Startmenü, die Namen von geöffneten Dateien, die Dokumentenordner sowie E-Mails.

3. 64-bit-Unterstützung

Microsoft wird sowohl eine 32-bit- als auch eine 64-bit-Version von Windows Vista mit denselben Eigenschaften auf den Markt bringen. Beide unterstützen Anwendungssoftware mit 32 bit, wie etwa LabVIEW von National Instruments. Bei der 64-bit-Version geschieht dies automatisch, ohne dass der Anwender über die Abstraktionsschicht des Betriebssystems, Windows on Windows (WOW64), Konfigurationen vornehmen muss. Die Treibersoftware, die im Kernel abläuft, muss jedoch 64 bit unterstützen.

National Instruments wird Hardwaretreiber für 64 bit anbieten, sobald Vista 2007 erhältlich ist.

4. .NET-basierte Programmierschnittstelle

Entwickler von Software für Windows sind es gewohnt, über Aufrufe an die Win32-API mit dem Betriebssystem zu interagieren. Bei Windows XP ist Win32 die direkteste Art und Weise für die programmatische Kommunikation mit Windows. In Windows Vista gibt es eine neue Schnittstelle zu diesem Zweck – .NET Framework 3.0 (früher auch als WinFX bekannt). Die Schnittstelle basiert jetzt auf der .NET-Technologie von Microsoft und wurde komplett überarbeitet, so dass sie einfacher zu bedienen und über alle Funktionen von Windows Vista hinweg konsistenter ist. Aber auch Nutzer mit bestehenden Anwendungen, die auf Win32 zurückgreifen, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Dank der Abwärtskompatibilität von Microsoft sollten auch solche Anwendungen wie gewohnt funktionieren.

5. Optimierte visuelle Effekte

Die deutlichste Veränderung in Vista ist für den Durchschnittsnutzer wahrscheinlich die auffällige visuelle Gestaltung, welche die ganze Version betrifft. Zwar spielt dieser Aspekt für die meisten Ingenieure und Wissenschaftler keine besondere Rolle, er sorgt aber in vielen Fällen für eine angenehmere und intuitivere Bedienung. Zwei der wichtigsten visuellen Neuerungen sind Windows Aero und Windows Gadgets.

Windows Aero (ein Akronym für Authentic, Energetic, Reflective, Open) ist der neue visuelle Stil in Vista. Er soll sauberer, leistungsstärker und ansprechender wirken als in bisherigen Windows-Versionen. Ein Beispiel für den Stil von Windows Aero sind halbtransparente Rahmen um alle Fenster und Benutzeroberflächen unter Vista. Ein weiteres ist die komplett neu gestaltete Windows-Reiteransicht, welche das Auffinden einer geöffneten Anwendung erleichtert.

Ein anderes interessantes Merkmal ist die Windows Sidebar, entweder auf der rechten (Standard) oder auf der linken Seite des Windows-Desktops. Die Sidebar enthält die Desktop Gadgets – dies sind Minianwendungen, die zur Steuerung externer Applikationen dienen und gleichzeitig verschiedene Informationen, wie etwa die Systemzeit oder internetgestützte Funktionen, z. B. aktuelle Wetterdaten, anzeigen. Desktop Gadgets können entweder in den Windows-Desktop oder in die Windows Sidebar integriert werden.

Um die Vorteile der neuen visuellen Funktionen in Windows Vista nutzen zu können, müssen mindestens folgende Systemvoraussetzungen erfüllt sein:

  • 1-GHz-Prozessor mit 32 (x86) oder 64 bit (x64)
  • 1 GB Systemspeicher
  • Mit DirectX 9 kompatibler Grafikprozessor mit WDDM-Treiber (Windows Display Driver Model) und mindestens 128 MB Video-RAM
  • 40-GB-Festplatte mit 15 GB freiem Speicherplatz

Michael Neal

LabVIEW Product Marketing Manager

Weitere Informationen über Windows Vista und die Kompatibilität mit Produkten von National Instruments erhalten Sie unter ni.com/vista.

Dieser Artikel wurde erstmals in der Ausgabe der NI News vom 3. Oktober 2006 veröffentlicht.

 

 

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