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Dokumententyp: Tutorium
Von NI unterstützt: Ja
Veröffentlichungsdatum: 29.05.2008


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Testdatenverwaltung für Unternehmen

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Dieses Whitepaper soll Managern, Ingenieuren und Wissenschaftlern das Verständnis der verschiedenen Möglichkeiten zur Verwaltung großer Mengen an Test- und Simulationsdaten erleichtern. Es werden die verschiedenen Methoden der Verwaltung von Testdaten sowie ihre jeweiligen Vor- und Nachteile untersucht und eine neue Lösung von National Instruments für die immer zeit- und kostenaufwändigeren Herausforderungen der Datenverwaltung vorgestellt.

Weitere Informationsquellen:


Herausforderungen bei der Datenverwaltung

Die komplexen Produkte von heute machen die Erfassung von Daten während des gesamten Design- und Entwicklungsprozesses erforderlich. Unternehmen investieren beträchtliche Summen in die Erfassung von Daten, von den Kosten für Simulationssysteme über die Datenerfassungshardware und Automatisierungssysteme bis hin zu den Arbeitskräften, welche die Tests durchführen und auswerten. Die steigende Geschwindigkeit von Mikroprozessoren und erweiterter Speicherplatz in Kombination mit sinkenden Hardware- und Softwarekosten haben zu einer explosionsartigen Zunahme der Datenmengen geführt, die in Dateien und Datenbanken abgelegt werden. Während die vorhandene Technologie eine schnellere und ergiebigere Datenspeicherung ermöglicht, ist die Verwaltung und sinnvolle Verwendung dieser Daten immer noch eine echte Herausforderung. Mehr denn je ist es angesichts des harten Wettbewerbs für Unternehmen jedoch überlebenswichtig, aus den gewonnenen Rohdaten ohne Zeitverlust verwertbare Informationen zu extrahieren und mit ihrer Hilfe die Entwicklung neuer Produkte zügig voranzutreiben.

Viele Simulations- und Prüfsysteme wurden im Laufe der vergangenen Jahre, oftmals unabhängig voneinander, erweitert und mit Komponenten von verschiedenen Herstellern ausgestattet. Aufgrund dessen werden Daten ohne beschreibende Informationen in verschiedenen Dateiformaten und an unterschiedlichen Speicherorten abgelegt. Diese Faktoren stellen Hürden dar, die den optimalen Informationsaustausch behindern und es sehr schwierig machen, bestimmte Datensätze aufzufinden und Entscheidungen daraus abzuleiten. Deshalb sehen sich viele Unternehmen mit einem Verlust an Effizienz und steigenden Kosten konfrontiert, je mehr Daten gespeichert werden.

Selbst wenn Daten immer in gleichen Formaten mit beschreibender Information abgelegt wurden, bleibt immer noch die Herausforderung zu meistern, wie sie anderen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden können, so dass sie in der Lage sind, leicht darauf zuzugreifen und sie effektiv zu nutzen. Wie lässt sich also sicherstellen, dass alle Mitarbeiter eines Unternehmens die Daten finden, die sie benötigen? Und wie kann garantiert werden, dass sie die richtigen Werkzeuge haben, um die gewünschten Daten schnell in verwertbare Informationen umzuwandeln? Gängige Ansätze zur Lösung dieser Fragestellungen reichen von einfachen Konventionen zur Vergabe von Datei- und Ordnernamen bis hin zu komplexen und kostenintensiven Datenbanken. Die Fähigkeit, Rohdaten zu interpretierbaren Ergebnissen zu verarbeiten und diese schnell unternehmensintern auszutauschen, ist ein wichtiger Faktor für die Effizienz des gesamten Entwicklungsprozesses.

Herkömmliche Methoden der Datenverwaltung

Die Schwierigkeiten, die sich bei der Erstellung und Wartung von skalierbaren Datenverwaltungssystemen ergeben, brachten viele Unternehmen dazu, kritische Daten weiterhin mit einfachen Konventionen zur Vergabe von Datei- und Ordnernamen zu verwalten. Ingenieure müssen deswegen weit verzweigte Ordnerstrukturen manuell durchsuchen, um die Daten zu finden, die sie benötigen. Oftmals befinden sich Daten auf verschiedenen Rechnern und wurden in verschiedenen Dateiformaten abgespeichert, was das Auffinden und Verarbeiten noch weiter erschwert. Die Zuordnung von Daten und Testergebnissen zwischen mehreren Geräten und Formaten kann sich unter diesen Umständen sehr problematisch und zeitraubend gestalten. Datenverwaltungssysteme, die auf der Namensvergabe für Dateien und Ordner basieren, sind äußerst ineffektiv, wodurch die Produktivität verringert wird. Außerdem werden sie leicht unbrauchbar, wenn Dateien versehentlich aus ihren Ordnern verschoben oder umbenannt werden.

Abbildung 1: Herkömmlicher Ansatz mit Dateien und Ordnern auf mehreren Testmaschinen

Viele Anwender nehmen diese Probleme in Kauf, weil sie viele dieser Daten in weit verbreitete Tabellenkalkulationsprogramme wie etwa Microsoft Excel laden können. Die Kosten, die dadurch gespart werden, dass keine dedizierte Software gekauft werden muss, werden jedoch schnell ausgeglichen, wenn Zeit und Mittel für die Programmierung gängiger Routinen für die technische Analyse und Berichterstellung, die in kaufmännisch orientierten Tabellenkalkulationsprogrammen fehlen, und für die manuelle Datensuche aufgewendet werden.

Am anderen Ende des Spektrums steht der Ansatz, dedizierte Datenbanken zur Verwaltung technischer Daten zu nutzen. Da sich Datenbanken scheinbar gut für die Organisation aller Daten sowie deren spätere einfache Suche und Abfrage eignen, wurden sie von etlichen Prüfingenieuren als Lösung zur Verwaltung aller Testdaten übernommen. Es gibt jedoch ein paar offensichtliche und nicht ganz so offensichtliche Nachteile beim Einsatz einer Standarddatenbank wie Oracle oder Access als Datenverwaltungssystem. Zum einen sind diese Datenbanken nicht so ausgelegt, dass sie direkt nach Lieferung mit Testdaten eingesetzt werden können. Zuvor ist ein beträchtlicher Umfang an Datenmodellierung und Datenbankgestaltung erforderlich. Das Design eines Datenmodells und einer Datenbank erfordert unter Umständen Vorbereitungen und Planungen, die monatelang dauern können. Bei größeren Anwendungen können allein die Kosten für die Einrichtung einer Datenbanklösung leicht sechsstellige Beträge erreichen. Noch wichtiger ist allerdings der oft übersehene ständige Wartungsaufwand, der für Datenbanken nötig ist. Darüber hinaus muss auch jedes Mal, wenn sich die Prüfanforderungen ändern, zusätzlich Zeit investiert und Aufwand betrieben werden, um das Datenbankdesign und die anwenderspezifische Client-Software zu erweitern. Die langfristige Wartung und Skalierung verschlingt nicht nur immer größere Summen, sondern erfordert auch die Anstellung von IT-Experten, die sich mit dem Betrieb solcher Systeme auskennen. Die IT-Abteilung verfügt häufig nicht über die notwendigen Ressourcen, um die Testabteilung dabei zu unterstützen.

Abbildung 2: Datenbanklösung mit Datenspeicherung an einem zentralen Ort

Schlussendlich erfüllt weder die Methode mit Dateien und Ordnern noch die Datenbanklösung die Anforderungen der meisten Anwender, die in Testgruppen zusammenarbeiten. Zwar scheinen beide Methoden anfangs durchführbar, bereiten Anwendern aber mit sich ändernden Prüfanforderungen zunehmend Kopfschmerzen wegen der Wartung und weil die Effektivität mit zunehmender Datenmenge abnimmt.

Lösungen von NI für die technische Datenverwaltung

National Instruments hat erkannt, dass Ingenieure und Wissenschaftler diesen Herausforderungen bei der Datenverwaltung beim Design ihrer Testsysteme täglich gegenüberstehen. Ob nun ein Anwender viele Stunden pro Woche damit zubringt, mühsam zahllose Verzeichnisse und Dateien nach einem einzigen Test zu durchsuchen oder ein Ingenieur eine teure Datenbank- und Client-Anwendung ganz neu gestalten muss, um zusätzliche Informationen unterzubringen, beide wollen dasselbe - verwertbare technische Informationen aus ihren Testdaten gewinnen. Viel Zeit wird dafür aufgewendet, Prüfvorgänge zu planen und durchzuführen, damit es von Prüfdaten zu Testergebnissen nur ein kleiner Schritt ist. Bei diesem wichtigen Prozess sind Ingenieure heutzutage allzu oft ganz auf sich gestellt. Deshalb hat National Instruments eine Datenverwaltungslösung entwickelt, welche Anwender bei der Lösung dieser Probleme unterstützt und ihnen den Weg von der Datenerfassung zu verwertbaren Ergebnissen erleichtert.

Die Lösung von National Instruments für das technische Datenmanagement (TDM) besteht aus drei Komponenten - dem TDM-Datenmodell für das Abspeichern beschreibender Informationen zusammen mit Prüfergebnissen, dem NI DataFinder für das Auffinden von Prüfdaten unabhängig vom Dateiformat sowie NI DIAdem für die Analyse und die Berichterstellung. Viele Ingenieure nutzen bereits Komponenten zum Aufzeichnen von Rohdaten sowie für die Analyse und Dokumentation. Der kleinste gemeinsame Nenner ist hierbei das Speichern von ASCII-Dateien und die Analyse mithilfe von Excel. Den meisten Anwendern fehlt jedoch die mittlere Komponente, der NI DataFinder, zur Vervollständigung ihrer Datenverwaltungslösungen. Der DIAdem DataFinder oder die NI DataFinder Server Edition dienen zur schnellen Suche und Extrahierung von Testdaten, basierend auf den beschreibenden Informationen. So können beispielsweise innerhalb weniger Sekunden alle Testdateien nach allen gescheiterten Prüfvorgängen, die eine bestimmte Person an einem bestimmten Tag durchgeführt hat, durchsucht werden, ohne dass eine einzige Datei geöffnet werden oder dem Anwender bekannt sein muss, wo die gesuchten Daten abgelegt wurden. Mit dem NI DataFinder lassen sich Trends und Zusammenhänge in Datensätzen in unterschiedlichen Dateien und Formaten schnell aufspüren.

Das Speichern von umfassenden Meta-Informationen zusammen mit den Daten, um sie dann mit dem NI DataFinder zu durchsuchen, bildet die Grundlage der Datenverwaltungslösung von National Instruments. Das TDM-Datenmodell von NI erlaubt es, Eigenschaften zu speichern und Daten innerhalb der Prüfdatei hierarchisch zu organisieren. TDM- und TDM-Streaming-Dateien, die nativ mit NI DIAdem, LabVIEW oder LabWindowsTM/CVI geschrieben wurden, bieten eine dreistufige Hierarchie zur Strukturierung von Testdaten - Datei-, Gruppen- und Kanalebene. Das TDM-Datenmodell macht die aufwändige Entwicklung und Wartung selbst definierter Dateiformate überflüssig. Das TDM-Datenmodell wurde so konzipiert, dass es sich gemäß den jeweiligen Bedürfnissen erweitern lässt. So ist es das effektivste Werkzeug für die sorgfältige Dokumentation von Test- und Simulationsdaten in LabVIEW und LabWindows/CVI. Ein umfangreicher und erweiterbarer Satz von Eigenschaften vergrößert die Bandbreite möglicher Suchkriterien.

Abbildung 3: Das TDM-Datenmodell für das Speichern umfassend dokumentierter Testdaten

Nachdem die Daten sorgfältig mit Eigenschaften versehen wurden, können mit dem in DIAdem 10.0 eingeführten DataFinder Testdaten ohne den Aufwand und die Kosten, die mit der Einrichtung und Wartung einer großen Datenbank verbunden sind, gesucht und extrahiert werden. Der NI DataFinder ermöglicht dem Anwender, Testdateien so einfach wie im Internet zu suchen und zu recherchieren, unabhängig vom Format oder Speicherort innerhalb des Firmennetzwerkes. Nach der Installation mit DIAdem müssen im NI DataFinder nur die Ordner definiert werden, in denen die Prüfdaten abgelegt sind - und schon kann wie bei einer Suchmaschine im Internet in diesen Daten gesucht und recherchiert werden.

Der NI DataFinder bewältigt diese Aufgabe, indem er automatisch einen Index aller Dateien anlegt und pflegt, welche den in der Konfiguration des NI DataFinder festgelegten Kriterien bezüglich Dateityp und Speicherort entsprechen. Eigenschaften werden automatisch im Index des NI DataFinder gespeichert und können als Suchbedingungen verwendet werden. Wird eine gültige Datendatei hinzugefügt, gelöscht oder bearbeitet, bemerkt dies der NI DataFinder automatisch und aktualisiert die Eigenschaften und die Hierarchie der Daten im Index. Wenn in einer neuen Datei Eigenschaften gespeichert werden, die sich noch nicht im NI DataFinder befinden, werden sie automatisch zum Index hinzugefügt. Der NI DataFinder verwaltet dynamisch seine eigenen Tabellen und aktualisiert sie basierend auf Aktivität in der Datei und dem Inhalt jeder Datei. Dadurch können, anders als bei vielen teuren Datenbanklösungen, Informationen geändert und ergänzt werden, wenn sich Anforderungen ändern, ohne dass die gesamte Datenverwaltung überarbeitet werden muss.

Abbildung 4: Die NI-TDM-Lösung besteht aus drei Komponenten.

Die letzte Komponente der TDM-Lösung von NI für die schnelle Verarbeitung von Rohdaten zu verwertbaren technischen Ergebnissen ist NI DIAdem für die Datenauswertung und die Berichterstellung. Mit DIAdem profitiert der Anwender von hunderten integrierten technischen Analysefunktionen zur Gewinnung aussagekräftiger Ergebnisse aus den Rohdaten. Diese können dann über leicht zu erstellende, wiederverwendbare Berichtvorlagen mit Kollegen ausgetauscht werden. Außerdem stellt DIAdem eine integrierte Schnittstelle sowohl zum DIAdem DataFinder als auch zur NI DataFinder Server Edition zur Verfügung. Damit sind interaktive Suchvorgänge innerhalb von DIAdem möglich und Suchanfragen können gespeichert und automatisiert werden. In einer einzigen Umgebung können Daten auf Trends überprüft werden. Diese Trends werden dann analysiert und die Resultate in Berichten dokumentiert. Basierend auf der Größe der Testabteilung und den erfassten Datenmengen ermöglicht der NI DataFinder eine passende Lösung für alle Anforderungen.

NI DataFinder

Die zentrale Komponente der NI-TDM-Lösung versetzt den Anwender in die Lage, die Anforderungen an Datenverwaltung und -recherche individuell anzupassen. Nachdem der NI DataFinder installiert wurde, wird er so konfiguriert, dass er bestimmte Ordner nach vorgegebenen Dateitypen durchsucht. Danach erstellt der NI DataFinder automatisch einen Index der Metadaten dieser Dateien, die dann abgerufen werden können. Suchbereiche werden mit einem Klick hinzugefügt und entfernt und der NI DataFinder ist so konfigurierbar, dass er anwenderdefinierte Dateiformate in den Index aufnimmt.

Sobald die Suchbereiche festgelegt sind, können Daten über zwei Suchmechanismen in DIAdem gesucht werden - mit der einfachen und der erweiterten Suchfunktion. Bei der einfachen Suche sind Wörter oder Werte anzugeben, um schnell zu Ergebnissen in Form von Dateien zu gelangen, die alle angegebenen Werte an irgendeiner Stelle innerhalb der Datei enthalten. Die erweiterte Suche erlaubt das Suchen nach Eigenschaften auf spezifischen Hierarchieebenen (Datei-, Gruppen- und Kanalebene) und liefert die Resultate nach Kanal, Gruppe oder Datei aufgelistet. Wird beispielsweise nach "Gruppe.Test_Status=fail" gesucht, finden sich bei den Ergebnissen alle Gruppen, die diese Eigenschaft enthalten und fehlgeschlagen sind. In diesem Fall kann der Anwender in mehreren Dateien und Formaten, welche den Suchkriterien entsprechen, nach allen Kanälen suchen und nur die gefundenen Kanäle aus jeder Datei laden. Der Anwender besitzt dabei mehr Kontrolle über seine Daten, da nur die Kanäle oder Eigenschaften, die von Interesse sind, aus jeder Datei geladen werden.

Abbildung 5: Mit der erweiterten Suche lassen sich Trends und Zusammenhänge innerhalb der Testdaten schnell auffinden.

Der NI DataFinder ist bei Lieferung so eingestellt, dass er TDM- und TDM-Streaming-Dateien in den spezifizierten Suchbereichen automatisch indiziert. Jedoch liegen bestehende Dateien eventuell in anderen Formaten vor, die auch mit dem NI DataFinder durchsucht werden sollen. Dazu dient ein DataPlugin, das die Dateien in DIAdem oder LabVIEW lädt. Existiert ein DataPlugin für die Datei, kann es genau wie eine TDM-Datei indiziert, gesucht und geladen werden.

Über 75 bestehende DataPlugins stehen unter ni.com/dataplugins KOSTENFREI zum Download zur Verfügung.

Darüber hinaus kann das DataPlugin-API verwendet werden, das Beispiele enthält, die Anwender beim Schreiben eigener DataPlugins für benutzerdefinierte Formate unterstützen.


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Abbildung 6: Der Index enthält alle mit einer Datei abgespeicherten beschreibenden Informationen, so dass nach diesen Werten gesucht werden kann.

Wie bereits erwähnt, konfiguriert und wartet sich der Index des NI DataFinder vollständig selbst. Nachdem im NI DataFinder die Ordner definiert wurden, die indiziert werden sollen, erstellt er einen Index aller in den Dateien befindlichen Metadaten. Werden weitere Prüfdaten erfasst und entsprechende Dateien innerhalb der Suchbereiche abgelegt, erhält der NI DataFinder eine Benachrichtigung vom Betriebssystem und indiziert die neuen Datendateien automatisch. Der NI DataFinder überwacht das Ändern oder Löschen von Dateien, die bereits indiziert wurden, so dass der Index der Daten immer auf dem neuesten Stand ist. Des Weiteren besitzt der NI DataFinder eine Reihe nativer Eigenschaften, wie etwa Name und Beschreibung, die mit allen Dateien gespeichert werden. Jedoch ist es bei manchen Testaufgaben sinnvoll und möglich, auch eigene, anwenderdefinierte Eigenschaften festzuhalten, beispielsweise Teststatus oder Testablauf. Da der NI DataFinder ein Verzeichnis aller Metadaten darstellt, das sich komplett selbständig skaliert, passt sich das Verzeichnis automatisch an die neuen Eigenschaften an und indiziert sie zusammen mit den nativen Eigenschaften. Bei einer herkömmlichen Datenbanklösung kann das Ergänzen neuer Eigenschaften dagegen äußerst aufwändig sein, wenn die Datenbank nicht von Anfang an sorgfältig geplant und durchdacht wurde.

Der DIAdem DataFinder und die NI DataFinder Server Edition

National Instruments bietet zwei Datenverwaltungsoptionen für alle Anforderungen - den DIAdem DataFinder und die NI DataFinder Server Edition. Der DIAdem DataFinder, der in allen DIAdem-Paketen enthalten ist, hilft bei der Suche nach Daten, die lokal auf einem Rechner oder in einem Netzwerk gespeichert wurden. Größere Arbeitsgruppen, die von mehreren Geräten mit einer begrenzten Bandbreite und zahlreichen Dateiformaten auf Daten zugreifen, benötigen einen einheitlicheren und robusteren Ansatz.  

Die NI DataFinder Server Edition ist eine auf einem Server-Computer zu installierende Software, allerdings wurde sie besonders für eine einfache Installation und Konfiguration konzipiert, so dass keine IT-Experten zu Rate gezogen werden müssen. Wie beim lokalen DIAdem DataFinder können auch hier bestimmte Suchbereiche und Dateiformate für die Indizierung konfiguriert werden. Nachdem dies geschehen ist, können mehrere Client-Computer, auf denen DIAdem installiert ist, über den zentralen Index auf dem Server-Computer gleichzeitig die erfassten Testdaten einsehen. Die gesamte Arbeitsgruppe oder Abteilung kann Daten finden und analysieren, ohne mühevoll Dateien auf mehreren Computern durchstöbern zu müssen. Dazu kann einfach eine Verbindung zur NI DataFinder Server Edition gewählt werden, und der Anwender wird direkt mit dem Index auf dem Server-Computer verbunden, so als würde er auf den lokalen DIAdem-DataFinder-Index zugreifen.

Abbildung 7: Die NI DataFinder Server Edition fasst Daten von mehreren Teststationen "unter einem Dach" zusammen, so dass mehrere Clients gleichzeitig auf Daten zugreifen und sie durchsuchen können.

Da die NI DataFinder Server Edition auf einem Server-Computer mit hoher Bandbreite ausgeführt wird, der mit dem Betriebssystem Windows Server 2003 läuft, profitieren Anwender auch von seiner Leistung und der Flexibilität der Anbindung, die bis zu 25 Clients gleichzeitig den Zugriff auf jeden Index erlaubt. Daneben wird auch der Datenverkehr im Netzwerk wesentlich reduziert, da lediglich eine Anfrage über das Netzwerk an den zentralen Server gestellt wird, anstatt dass Datendateien kontinuierlich mit mehreren lokalen NI DataFindern durchstöbert werden.

Die NI DataFinder Server Edition ermöglicht mehr Kontrolle darüber, wem es erlaubt ist, in bestimmten Dateien und Ordnern nach Daten zu suchen. Wie auch beim DIAdem DataFinder kann ausgewählt werden, welche Suchbereiche mit der NI DataFinder Server Edition indiziert werden sollen. Darüber hinaus ermöglicht die NI DataFinder Server Edition aber auch das Erstellen mehrerer DataFinder-Server. Als Beispiel dafür soll hier ein Mobiltelefonhersteller dienen. Zwei Gruppen - die Softwareabteilung und die Elektronikabteilung - arbeiten eng zusammen, um neue Handymodelle zu entwickeln. Beide Gruppen sammeln Daten, während sie ihre jeweiligen Komponenten testen. Diese Daten speichern sie auf einem Server mit der NI DataFinder Server Edition, so dass in den Rohdaten gesucht und Informationen extrahiert werden können. Jede Gruppe möchte aber bei ihren Suchanfragen nur Ergebnisse aus ihren eigenen Datensätzen erhalten. In diesem Fall können mit der NI DataFinder Server Edition mehrere DataFinder-Server konfiguriert werden, so dass jede Gruppe nur in dem Index sucht, der die für den jeweiligen Suchbereich relevanten Informationen enthält.

Nach der Konfiguration der NI DIAdem Server Edition auf dem Server sind nur wenige einfache Schritte notwendig, um Konfigurationen auf die geeigneten DIAdem-Clients zu exportieren. Im Einstellungsmenü kann dafür der Export der aktuellen Konfiguration gewählt werden. Dadurch entsteht eine *.urf-Datei, die allen Anwendern zur Verfügung gestellt werden kann, die auf das jeweilige Verzeichnis der NI DataFinder Server Edition zugreifen wollen. Die Anwender müssen lediglich einen Doppelklick auf die *.urf-Datei ausführen, um das Profil der NI DataFinder Server Edition und damit zusammenhängende DataPlugins für die Dateien auf dem Server zu registrieren. Nun kann die lokale DIAdem-Software geöffnet und der zentrale NI DataFinder aus dem Menü gewählt werden. Nur diese zwei einfachen, vom Client durchzuführenden Schritte sind notwendig, damit alle Mitglieder der Gruppe einfachen und intuitiven Zugriff auf die Testergebnisse erhalten.

Abbildung 8: Der Server Manager der NI DataFinder Server Edition erleichtert die Konfiguration neuer DataFinder-Server und die Weitergabe von Client-Konfigurationen.

Durch die NI DataFinder Server Edition besteht jetzt schnellerer und einfacherer Zugang zu eigenen Daten und zu Daten von Kollegen. Dadurch können sich Anwender besser auf die wirklich wichtigen Aspekte von Design und Analyse konzentrieren, statt Zeit mit der mühseligen Suche nach Daten zu verschwenden. Es ist nicht nur leichter, die gesuchten Daten zu finden, es lassen sich auch mehrere Dateien gleichzeitig einsehen, so dass dem Anwender keine wichtigen Trends oder Anomalien entgehen.

Auch Manager profitieren von dieser zentralisierten Methode der Datenverwaltung. Sie können auf Testdaten zugreifen, ohne diese erst bei einem Ingenieur anfordern zu müssen. Obwohl dies auch bei einer Datenbanklösung möglich wäre, sind die anfänglichen Kosten für die NI DataFinder Server Edition deutlich niedriger als für die meisten Datenbanklösungen. Außerdem entfallen Folgekosten für Wartung und Skalierung. Aufgrund des Index, der automatisch konfiguriert und gepflegt wird, müssen sich Manager mit der NI DataFinder Server Edition auch um die Netzwerkbandbreite keine Sorgen machen. Kurz gesagt gewährt die NI DataFinder Server Edition vielen Personen Zugriff auf wichtige Informationen und gesammelte Daten, so dass mit der Testausstattung und den erfassten Daten die bestmöglichen Ergebnisse erzielt werden.

Analyse und Dokumentation von Testdaten

Das letzte Element in der NI-TDM-Lösung ist der Client für die Datenabfrage und Berichterstellung, DIAdem. DIAdem verfügt über eine integrierte Schnittstelle zum NI DataFinder und erleichtert so die Suche in allen indizierten Datendateien mit einer einfachen, auf Schlüsselwörtern beruhenden Suche, so wie im Internet, oder einer leistungsfähigen erweiterten Suchfunktion. DIAdem kombiniert diese Datensuchfunktionalität mit einer universellen interaktiven Umgebung für die Datendarstellung, Analyse und Berichterstellung. Sind die benötigten Daten gefunden - entweder mithilfe des DIAdem DataFinder oder der NI DataFinder Server Edition - können sie mit hunderten von integrierten technischen Analysefunktionen ausgewertet und mit aussagekräftigen Berichten dokumentiert werden, so dass Ergebnisse mit Kollegen ausgetauscht werden können. DIAdem und der NI DataFinder bieten nicht nur eine interaktive Umgebung für die Verarbeitung von Daten, sie können mit VBScript und anwenderdefinierten Dialogen auch vollständig automatisiert werden. Ingenieure nutzen diese Möglichkeit oft als Grundlage für komplett anwenderdefinierte Lösungen zur Datenverwaltung und -auswertung.

Abbildung 9: DIAdem für die automatisierbare Analyse und Dokumentation von Daten

Zusammenfassung

Die Lösung von NI für die Datenverwaltung deckt alle Grundlagen für ein skalierbares, kosteneffizientes und suchoptimiertes Datenverwaltungssystem ab. Anwender brauchen sich keine Gedanken mehr über Datei-Parsing, Datenmodelle und Datentabellenstrukturen, Datenbankverwaltung, den Aufbau von Suchoberflächen oder Support durch externe Abteilungen, wie etwa IT, zu machen. Stattdessen können sie den einfach zu konfigurierenden NI DataFinder oder die NI DataFinder Server Edition verwenden, um automatisch einen Index der Daten zu erstellen und zu pflegen. Darüber hinaus profitieren sie von den in DIAdem integrierten Suchmechanismen und der bedienfreundlichen, interaktiven Umgebung zur Analyse und Dokumentation von Daten, mit der sich gespeicherte Daten schnell und einfach in die benötigten Berichte und Ergebnisdarstellungen umwandeln lassen.

Die Vorteile des NI DataFinders und der NI DataFinder Server Edition umfassen Folgendes:

  • Günstige Anschaffungs- und geringe Wartungskosten
  • Notwendigkeit zum Installieren, Planen und Warten teurer und komplexer Datenbanken entfällt
  • Einfache Inbetriebnahme - einfache Definition der Suchbereiche, die indiziert werden sollen und Installieren der passenden DataPlugins für die benötigten Datenformat
  • Automatisches Indizieren von Datendateien, die in Suchbereichen des NI DataFinders hinzugefügt werden
  • Automatische Skalierung von einzelnen Anwendern bis hin zu ganzen Abteilungen und Unternehmen
  • Einfaches Erstellen von DataPlugins für anwenderdefinierte Dateiformate
  • Interaktive oder automatische Datenanalyse und Berichterstellung mit DIAdem

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