Portierungsleitfaden für NI LabVIEW Embedded Module for ARM Microcontrollers − Kapitel 1: Einführung
Übersicht
Der vom Unternehmen ARM Limited entwickelte RISC-ARM-Prozessor mit 32 bit wird aufgrund der Kosteneffizienz, des geringen Stromverbrauchs und der Kompatibilität mit einer großen Anzahl an Peripheriegeräten in vielen Embedded-Anwendungen eingesetzt. Derzeit gehören mehr als 75 % aller 32-bit-RISC-Prozessoren zur ARM-Produktfamilie. ARM-Mikrocontroller mit RTX-Embedded-Betriebssystem können mit dem NI LabVIEW Embedded Module for ARM Microcontrollers programmiert werden.
Dieses Dokument ist ein allgemeiner Leitfaden für die Ausführung von LabVIEW-Code auf benutzerdefinierter ARM-Hardware. Es ist der erste von fünf Teilen, in denen die notwendigen Schritte zur Portierung von LabVIEW-Code auf den ARM9-Mikrocontroller LPC3180 von Phytec erläutert werden. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln:
Kapitel 2: Integration von LabVIEW und Keil-Werkzeugen
Kapitel 3: Implementierung von Elemente-I/O
Kapitel 4: Portierung des RTX-Echtzeitkernels
Kapitel 5: Integration des Echtzeit-Agents
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1: Einführung
Mithilfe des NI LabVIEW Embedded Module for ARM Microcontrollers lässt sich LabVIEW-Software auf jeden der mehr als 260 ARM7-, ARM9- und Cortex-M3-Mikrocontroller portieren. Durch die Verwendung eines einzigen Werkzeugs vom Design bis zum fertigen Produkt lässt sich der gesamte Entwicklungsprozess effizienter gestalten, während die Markteinführungszeit verkürzt und die Produktqualität erhöht wird. Weitere Informationen zum grafischen Systemdesign entnehmen Sie bitte der Seite ni.com/embedded/d.
Übertragung des grafischen Designs auf einen neuen ARM-Mikrocontroller
Das LabVIEW Embedded Module for ARM Microcontrollers umfasst verschiedene Beispielzielgeräte, u. a. die Evaluierungskarten MCB2300 von Keil und EK-LM3S8962 von Luminary Micro, allerdings kann LabVIEW auf einer großen Anzahl weiterer ARM-Mikrocontroller eingesetzt werden. Dieses Dokument beschreibt den generellen Prozess für die Integration eines neuen ARM-Mikrocontrollers, unter der Voraussetzung, dass er die Anforderungen an Hard- und Software erfüllt. Das konkrete Beispiel beschreibt den ARM9-Mikrocontroller NXP LPC3180 von Philips auf der Evaluierungskarte phyCORE-ARM9/LPC3180.
Der allgemeine Prozess zur Integration eines neuen ARM-Zielgeräts umfasst folgende grundlegende Schritte:
- Portierung des RTX-Echtzeitkernels
- Integration des Echtzeit-Agents für die Fehlersuche
- Erstellung der Zielanwendung in LabVIEW und Integration der Keil-Werkzeuge
- Entwicklung von Peripherieschnittstellen und I/O-Treibern
Dieses Tutorium beschreibt zwar spezifische Schritte zur Integration der LPC3180-Evaluierungskarte von Phytec, jedoch gilt dies als allgemeiner Leitfaden für beliebige Zielgeräte. Um einen arbiträren ARM-Mikrocontroller in eine Anwendung zu integrieren, müssen jedoch viele der nachfolgenden Schritte an den jeweiligen Mikrocontroller angepasst werden.
Zum Zeitpunkt dieses Artikels waren noch kein RTX-Echtzeitkernel und Echtzeit-Agent für die Karte LPC3180 entwickelt. Aus diesem Grund stellt dieses Tutorium alle vier Prozesse vor. Es sind jedoch nicht alle Schritte für alle Zielgeräte notwendig. Weitere Informationen zur Integration des RTX-Echtzeitkernels und des Echtzeit-Agents entnehmen Sie bitte den Kapiteln 4 und 5.
Voraussetzung für dieses Tutorium ist das LabVIEW Microprocessor SDK. Sollten Sie dieses nicht installiert haben, lesen Sie bitte dieses Tutorium zur Modifizierung des generischen Zielgeräts, welches vom LabVIEW Embedded Module for ARM Microcontrollers installiert wurde. Weitere Informationen zum Thema entnehmen Sie bitte der Seite http://www.ni.com/arm/d.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 2: Integration von LabVIEW und Keil-Werkzeugen
Kapitel 3: Implementierung von Elemente-I/O
Kapitel 4: RTX-Echtzeitkernel
Kapitel 5: Integration des Echtzeit-Agents
Lösungen
Die folgende .zip-Datei enthält vollständige Lösungen für jedes Kapitel dieses Dokuments. Nutzen Sie entweder diese Dateien zusammen mit dem Leitfaden oder den LPC3180-Ordner in Kapitel 3 für eine endgültige Lösung. Stellen Sie sicher, dass die in Kapitel 1 enthaltene Datei LPC318x.h in das Verzeichnis \Keil\ARM\INC\Philips kopiert wurde, bevor Sie dieses Tutorium beginnen bzw. das Zielgerät LPC3180 verwenden.
Hinweis: Sie benötigen ein Extraktionsdienstprogramm des Typs .RAR (ex. WinRAR), um den Inhalt dieser Dateien zu extrahieren.
AGB
Dieses Tutorium ("Tutorium") wurde von National Instruments ("NI") entwickelt. Auch wenn National Instruments dieses Tutorium technisch unterstützt, ist es jedoch möglich, dass dieses Tutorium nicht umfassend getestet und überprüft wurde. NI übernimmt weder Garantien bezüglich der Qualität des Tutoriums noch bezüglich der weiteren technischen Unterstützung neuer Versionen ähnlicher Produkte und Treiber. DIESES TUTORIUM WIRD IM "IST-ZUSTAND" ZUR VERFÜGUNG GESTELLT UND NI ÜBERNIMMT KEINERLEI GARANTIEN. AUSFÜHRLICHERE ERLÄUTERUNGEN ZU ANDEREN EINSCHRÄNKUNGEN ENTNEHMEN SIE BITTE DEN NUTZUNGSBEDINGUNGEN AUF NI.COM (http://ni.com/legal/termsofuse/unitedstates/us/).
