Variablen

DIAdem 2018 Hilfe


Ausgabe: Juni 2018
Artikelnummer: 370858P-0113
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Eine Variable bezeichnet eine Stelle im Speicher des Rechners, an der Informationen, das heißt Programmdaten, abgelegt werden können. Durch Angabe des Variablennamens können Sie den Wert dieser Stelle abrufen oder verändern.

Deklaration von Variablen

Bevor Sie eine Variable im Script verwenden, sollten Sie diese Variable durch die Anweisungen Dim, Public oder Private explizit deklarieren und damit entsprechenden Speicherplatz zur Verfügung stellen:

Dim Position

Möchten Sie mehrere Variablen deklarieren, so trennen Sie diese durch Kommata voneinander:

Dim Top, Bottom, Right, Left

VBS erlaubt Ihnen den Gebrauch undeklarierter Variablen, indem Sie die Namen der Variablen einfach an einer beliebigen Stelle im Script verwenden. Sobald VBS eine undeklarierte Variable findet, legt es für diese Variable Speicherplatz an. Dies hat jedoch den Nachteil, dass VBS einen falsch geschriebenen Variablennamen nicht erkennt und die Ausführung des Scripts zu unerwarteten Ergebnissen führen kann. Sie verhindern ein solches Programmverhalten, indem Sie die Anweisung Option Explicit verwenden, die die explizite Deklaration aller Variablen erzwingt. Die Anweisung Option Explicit sollte immer die erste Anweisung innerhalb des Scripts sein.

Hinweis  Innerhalb eines Scripts können Sie nicht nur auf die von Ihnen definierten VBS-Variablen, sondern auch auf alle Variablen zugreifen, die Ihnen DIAdem zur Verfügung stellt. Im Unterschied zu VBS-Variablen sind DIAdem-Variablen auf einen bestimmten Datentyp und damit auf einen Wertebereich festgelegt.

Einschränkungen bei der Namensgebung

Für Variablennamen gelten folgende Regeln:

  • Variablennamen müssen mit einem Zeichen des Alphabets beginnen. Neben den Buchstaben des Alphabets dürfen Nummern und der Unterstrich_ im Namen verwendet werden. Alle anderen Sonderzeichen sind unzulässig.
  • Variablennamen dürfen nicht länger als 255 Zeichen sein.
  • Variablennamen müssen innerhalb des Gültigkeitsbereichs, für den sie deklariert werden, eindeutig sein.

Hinweis  Wenn der Name einer VBS-Variablen dem Namen einer DIAdem-Variablen entspricht, so ersetzt diese VBS-Variable die DIAdem-Variable. Die ursprüngliche DIAdem-Variable können Sie dann nur noch über Diadem.Variable aufrufen.

Gültigkeitsbereich und Lebensdauer von Variablen

Der Gültigkeitsbereich einer Variablen hängt davon ab, wo Sie die Variable deklarieren. Deklarieren Sie eine Variable in einer Prozedur, kann nur Code innerhalb dieser Prozedur auf den Variablenwert zugreifen oder diesen Wert verändern. Die Variable hat somit einen lokalen Gültigkeitsbereich und wird als Variable auf Prozedurebene bezeichnet. Deklarieren Sie eine Variable außerhalb einer Prozedur, handelt es sich um eine Variable auf Script-Ebene. Diese Variable ist für alle Prozeduren im Script gültig. Die Lebensdauer einer Variablen auf Script-Ebene reicht vom Zeitpunkt der Deklaration bis zur Beendigung des Scripts. Eine Variable auf Prozedurebene existiert nur, solange die Prozedur aktiv ist. Beim Verlassen der Prozedur wird die Variable vernichtet. Lokale Variablen eignen sich gut als temporärer Speicherplatz während der Ausführung einer Prozedur. Sie können in mehreren Prozeduren lokale Variablen mit demselben Namen verwenden, da jede Variable nur von der Prozedur erkannt wird, in der sie deklariert wurde.

Zuweisen von Werten

Sie weisen Variablen Werte zu, indem Sie einen Ausdruck in folgender Form erstellen: Die Variable steht auf der linken Seite des Ausdrucks, und der Wert, der der Variablen zugewiesen werden soll, auf der rechten Seite:

Position = 200

Empty

Haben Sie eine Variable deklariert, dieser Variablen aber noch keinen Wert zugewiesen, enthält die Variable standardmäßig den Wert Empty. Empty entspricht dem Wert 0 bei numerischen Variablen und einer leeren Zeichenkette "" bei Textvariablen. Verwenden Sie die Methode IsEmpty, um die Initialisierung einer Variablen zu überprüfen.

Null

Enthält eine Variable den Wert Null, heißt dies, dass die Variable keine gültigen Daten enthält. Während Empty bedeutet, dass einer Variablen kein Wert zugewiesen wurde, kann eine Variable nur dann den Wert Null enthalten, wenn ihr der Wert Null explizit zugewiesen wurde. Verwenden Sie die Methode IsNull, um die Gültigkeit eines Variablenwerts zu überprüfen. Das Ergebnis einer Verknüpfung von gültigen Daten und ungültigen Daten (Null) ist – ohne Ausnahme – wieder ein ungültiger Wert (Null).

Skalare Variablen und Datenfeldvariablen

In der Regel ordnen Sie Variablen nur einzelne Werte zu. Diese Variablen bezeichnet man als skalare Variablen. Sie können jedoch auch Variablen definieren, die eine Folge von zusammenhängenden Werten aufnehmen. Solche Variablen nennt man Datenfeldvariablen. Sie definieren Datenfeldvariablen genau wie skalare Variablen, mit dem Unterschied, dass bei der Deklaration auf den Variablennamen Klammern folgen. Innerhalb dieser Klammern geben Sie die Größe des Datenfelds an:

Dim MyArray(10)

Dieses Beispiel deklariert ein eindimensionales Datenfeld mit 11 Elementen. Obwohl in Klammern der Wert 10 angegeben ist, enthält dieses Datenfeld 11 Elemente, denn alle Datenfelder in VBS sind nullbasiert. Das heißt, Datenfelder beginnen mit dem Index 0. Die Anzahl der Elemente in einem nullbasierten Datenfeld ist also immer um Eins höher als der in Klammern angegebene Wert. Ein solches Datenfeld bezeichnet man als Datenfeld fester Größe. Jedem Element des Datenfelds können Sie genau einen Wert zuweisen. Zur Zuweisung von Daten an die einzelnen Elemente verwenden Sie einen Index. Sie ordnen mit den Indices 0 bis 10 den Elementen wie folgt Werte zu:

MyArray(0) = 2
MyArray(1) = 23
MyArray(2) = 234
...
MyArray(10) = 2345

Sie rufen den Wert eines beliebigen Elements des Datenfelds auf ähnliche Weise auch wieder ab:

MyVariable = MyArray(3)

Datenfelder sind nicht auf eine einzige Dimension beschränkt, sondern können bis zu 60 Dimensionen umfassen. Mehrere Dimensionen deklarieren Sie, indem Sie die Datenfeldgrößen zwischen den Klammern durch
Kommata voneinander trennen:

Dim MyTable(5,10)

Die Variable MyTable ist ein zweidimensionales Datenfeld mit 6 Zeilen und 11 Spalten. In einem zweidimensionalen Datenfeld gibt die erste Zahl immer die Anzahl der Zeilen und die zweite Zahl die Anzahl der Spalten an. Sie können auch Datenfelder deklarieren und deren Größe während des Ablaufs des Scripts verändern. Solche Datenfelder heißen dynamische Datenfelder. Sie deklarieren das Datenfeld, wie jedes andere Datenfeld auch, zu Beginn mit einer Dim-Anweisung. Der Unterschied besteht darin, dass Sie zwischen den Klammern weder Größe noch Anzahl an Dimensionen angeben.

Dim MyArray()

Damit Sie ein dynamisches Datenfeld verwenden können, bestimmen Sie anschließend die Anzahl der Dimensionen und deren Größe mit ReDim:

ReDim MyArray(10)
...
ReDim Preserve MyArray(15)

Mit diesen Anweisungen wird die Größe des dynamischen Datenfelds mittels ReDim zunächst auf 10 festgelegt. Die nachfolgende ReDim-Anweisung ändert die Größe von MyArray auf 15. Das Schlüsselwort Preserve sichert den bisherigen Inhalt des Datenfelds, das heißt, die Inhalte der ersten elf Elemente bleiben erhalten. Fehlt dieses Schlüsselwort, wird der Inhalt des in der Größe zu verändernden Datenfelds komplett gelöscht. Sie können die Größe eines dynamischen Datenfelds beliebig oft verändern. Beachten Sie jedoch, dass bei einer Verkleinerung des Datenfelds die Daten der eliminierten Elemente verloren gehen. Berücksichtigen Sie auch, dass Sie durch Verwendung der ReDim-Anweisung nur die letzte Dimension des Datenfelds beeinflussen können.

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